Wohntraumstudie 2025

Der Wohntraum in Deutschland lebt: Ein schönes Zuhause ist für die Menschen in Deutschland zentral wichtig. Was diese rund ums Wohnen und Immobilien bewegt und wie sich Wohnträume auch in Zukunft erfüllen lassen.

Das Wichtigste zur Studie


Das eigene Zuhause gehört zu den drei wichtigsten Dingen im Leben

Wenn es um die wichtigsten Dinge im Leben geht, ist der Immobilienwunsch zentral im Bewusstsein der Menschen verankert. Er steht direkt nach Gesundheit auf Platz zwei - und hat sogar noch einmal um zwei Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr zugelegt.

ICONS FEHLEN


Wie sich Wohnträume in Zeiten der Krise erfüllen

Die vergangenen fünf Jahre sind für die Deutschen von Herausforderungen geprägt, die ihren Alltag und den Blick auf das Land tief geprägt haben. So haben zum Beispiel die Corona-Pandemie, internationale Handelskonflikte und geopolitische Spannungen in Europa und der Welt und deren Auswirkungen auf die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland tiefe Spuren in den Köpfen der Menschen hinterlassen. Die Folgen sind auch am Immobilienmarkt nicht spurlos vorbeigegangen: Zwei Drittel der Kauf- und Bauinteressenten, die in den kommenden zwei Jahren ein Immobilienvorhaben angehen möchten, fühlen sich verunsichert. Für viele der in der Wohntraumstudie befragten Menschen ist der Immobilienmarkt ein starres System, mit wenig Dynamik und Chancen zur Teilnahme. Auch der Wunsch nach Sicherheit (https://www.interhyp.de/wohntraumstudie/#wohntraeume_der_deutschen) spielt in Bezug auf eine Immobilie 2025 eine ausgeprägte Rolle.

Das Krisen-Mindset der Menschen trübt auch ihren Blick auf den Immobilienmarkt. So sagen 63 Prozent der Befragten der Wohntraumstudie 2025, der Markt sei schwierig und blockiert, 60 Prozent geben an, sich finanziell keine Immobilie leisten zu können und 58 Prozent bewerten das Angebot an Wohnraum als zu knapp. Vor allem in großen Metropolen ist der Kauf- und Mietmarkt angespannt. Dennoch gibt es nach wie vor Chancen, den Traum von den eigenen vier Wänden Realität werden zu lassen. Die Bauzinsen liegen aktuell im historischen Vergleich auf einem moderaten Niveau. Die Immobilienpreise sind in den meisten Regionen Deutschlands unter den Spitzenwerten der Niedrigzinsphase. Zudem gab es in vielen Branchen in den vergangenen Jahre Lohnsteigerungen und es gibt aktuell ein Angebot an Immobilien, das für viele Menschen passend sein kann.

Sich den eigenen Wohntraum zu erfüllen, ist also keineswegs aussichtslos. Wichtig ist, ins Handeln zu kommen: Zum Beispiel regelmäßig nach passenden Objekten zu suchen oder sich zu den eigenen finanziellen Möglichkeiten beraten zu lassen. Zukunftsfähige Wohnprojekte können entstehen, wenn sich Menschen zusammentun, um Projekte zu entwickeln, und Kommunen auf politischer Ebene mitgestalten.

Die Niedrigzinsphase war eine Ausnahme

Historisch betrachtet war die Niedrigzinsphase eine Ausnahme. So waren Anfang der 2000er-Jahre Zinsen zwischen fünf und sechs Prozent normal. Auch bei der Betrachtung der vergangenen 15 Jahre lässt sich sagen, dass sich die Bauzinsen aktuell auf einem moderaten Niveau bewegen, das vielen Immobilieninteressenten Einstiegschancen bietet. (Stand: 16.10.2025)

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Die wichtigsten Wohnträume der Deutschen

Sicherheit in den eigenen vier Wänden

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Die allgemeine Weltlage und die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland haben in Bezug auf das Wohnen und den Immobilienmarkt eine Folge: Der Wunsch nach Sicherheit ist der wichtigste Aspekt, wenn es ums Wohnen und den Immobilienkauf geht. Dabei gilt: Je unkontrollierbarer die Außenwelt erlebt wird, desto eher sehnen sich die Befragten nach Ruhe, Kontrolle und Selbstwirksamkeit im eigenen Zuhause.

Entsprechend wünschen sich 93 Prozent der Befragten, dass ihre eigenen vier Wände in Krisenzeiten ein sicherer Rückzugsort sind. 80 Prozent wünschen sich, langfristig in ihrem Zuhause bleiben zu können. Auch in Bezug auf einem Immobilienkauf spielt die Sicherheit eine wichtige Rolle. So sehen 93 Prozent im Eigentum eine Absicherung im Alter, 89 Prozent wollen sich mit einem Immobilienkauf eine sichere Wertanlage schaffen und 87 Prozent suchen die Unabhängigkeit vom Vermieter und wollen nicht wegen Eigenbedarfs ihr Zuhause verlassen müssen.

Wohnträume werden pragmatischer und funktionaler

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Auch eine weitere Entwicklung ist in der Wohntraumstudie 2025 deutlich zu erkennen: Die Wohnträume der Befragten sind zunehmend pragmatischer und auf Funktionalität ausgerichtet. Demnach bleibt für 54 Prozent der Befragten das freistehende Einfamilienhaus der dominierende Wohntraum (minus zwei Prozent im Vergleich zum Vorjahr). Im Gegensatz dazu legen bescheidenere Wohnlösungen wie ein Mehrfamilienhaus (plus fünf Prozent) und eine Doppelhaushälfte (plus drei Prozent) spürbar zu.

In Bezug auf Funktionalität ist der Wunsch zu erkennen, den eigenen Wohnraum aktiv zu gestalten. Am wichtigsten ist den Menschen dabei der Raum zur Entfaltung in Hobbyräumen und Gärten. Das Bedürfnis nach Selbstversorgung im Bereich Wasser und Energie (Regenwassernutzung, Solaranlagen mit Speichermöglichkeiten) zeugt von der Absicht, sich so unabhängig wie möglich von der Außenwelt zu machen. Zudem ist der feste Wunsch zu erkennen, den Wohnraum an die einzelnen Lebensphasen anzupassen, ohne dass ein Umzug nötig wird.

Wohnen der Zukunft

Wohnträume brauchen politische Bewegung

Die Wohntraumstudie 2025 zeigt, dass sich die Befragten mehr politische Bewegung am Immobilienmarkt wünschen. 82 Prozent der befragten Personen sagen, dass es ein Grundrecht auf Wohnen gibt oder geben sollte. Die Erwartungen an die Politik sind dabei sehr konkret: 93 Prozent wollen, dass die Politik pragmatischer und mutiger neue Bauprojekte ermöglichen soll. 88 Prozent fordern dabei einen Abbau von Vorschriften, um Bauen preiswerter zu machen oder staatliche Zuschüsse für Wohnungsbaukredite. Dass die Politik die Notwendigkeiten der Bürger am Immobilienmarkt erkannt hat, ist für die befragten Personen jedoch nicht zu spüren. So sind 79 Prozent der Studienbefragten der Meinung, dass die Regierung dem Thema Bauen, Wohnen und Immobilien zu wenig Bedeutung beimisst.

Diese Zahlen sind jedoch nicht als allgemeine Politikverdrossenheit zu deuten, vielmehr sind sie Ausdruck konkreter Frustrationen: zu wenig Neubauten, zu lange Planungsprozesse, zu strikte, teils veraltete Regularien und ein Fördersystem, das kaum Planungssicherheit bietet.

Einen weiteren Punkt, den die befragten Personen als große Hürde am Immobilienmarkt wahrnehmen, sind die Immobilienpreise. 75 Prozent gaben an, dass es niedrigere Preise bräuchte, um den Traum eines Immobilienkaufs zu verwirklichen. Auch hier erwünschten sich die befragten Personen mehr Unterstützung durch die Politik in Form von einem Abbau von Vorschriften beim Bauen und staatlicher Zuschüsse für Wohnungsbaukredite.

Wie haben sich die Immobilienpreise entwickelt?

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Allgemeiner Haftungsausschluss

1) Die angezeigte Preisentwicklung der von Ihnen angegebenen PLZ/Ortschaft liefert eine erste unverbindliche Schätzung der Entwicklung der Immobilienpreise in der ausgewählten Region. Die erhaltene Schätzung ist in keinem Fall eine Garantie für den tatsächlichen Kauf-/Verkaufspreis. Diese Schätzung ersetzt keine individuelle Wertermittlung einer Immobilie. Der tatsächliche Wert einer Immobilie ist von unterschiedlichen Parametern abhängig, unter anderem Alter, Lage, Größe, Bausubstanz, Mängel und Zustand der Immobilie usw.

2) Die verwendeten Werte zur Errechnung der Immobilienpreisentwicklung basieren auf den Verkaufspreisen der uns bekannten Objekte.

3) Der tatsächliche Immobilienwert kann durch unterschiedliche Parameter (siehe 1) deutlich von der Immobilienpreisentwicklung abweichen.

4) Es wird keine Verantwortung oder Haftung für Rechtsgeschäfte übernommen, die auf den Schätzwerten der Bewertung basieren. In keinem Fall darf die dargestellte Immobilienpreisentwicklung als Grundlage für eine Kaufentscheidung genutzt werden.

5) Für die Genauigkeit, Zuverlässigkeit und Korrektheit der zugrundeliegenden Immobilienpreisentwicklung wird in keinem Fall Haftung übernommen.

6) Sie erhalten ein einfaches, nicht übertragbares, zeitlich unbefristetes Recht zur Nutzung der ermittelten Daten. Eine Weitergabe sowie kommerzielle Nutzung der Daten ist ausdrücklich ausgeschlossen bzw. bedarf im Einzelfall der vorherigen Zustimmung der Interhyp AG. Die über die Immobilienpreisentwicklung gewonnenen einzelnen Informationen dürfen nur für den privaten Gebrauch verwendet werden. Jegliche entgeltliche oder unentgeltliche Weitergabe von Informationen aus der Online-Immobilienpreisentwicklung an Dritte ist ohne vorherige Zustimmung der Interhyp AG untersagt.

Die Immobilienpreise liegen aktuell noch unter den Spitzenwerten aus der Niedrigzinsphase. Zusammen mit dem aktuell noch moderatem Zinsniveau ergibt das Einstiegschancen in den Immobilienmarkt.

Wie Wohnen der Zukunft gelingen kann

Zukunftsfähige Wohnprojekte können entstehen, wenn sich Menschen zusammentun und zusammen mit Kommunen auf politischer Ebene Gestaltungsmut zeigen. Was solche Projekte ermöglicht, sind neben dem Engagement vor Ort oft außerordentliche politische Entscheidungen auf lokaler Ebene, die Flächen gezielt vergeben und bürokratische Hürden abbauen.

Die nachfolgenden Wohnprojekte sind solche, bei denen Wohnen neu gedacht und vor Ort zukunftsfähige Wohnträume geschaffen wurden. Das Besondere an den Projekten: Die Bewohnerinnen und Bewohner waren an der Gestaltung und Planung aktiv mitbeteiligt, es entstanden Wohnräume mit flexiblen Grundrissen und eine nachhaltige Infrastruktur. Zudem bietet der genossenschaftliche Ansatz eine Bleibeperspektive.

3 KACHELN FEHLEN

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Zur Wohntraumstudie – Studiendesign

Die Neuauflage der Wohntraumstudie 2025 der Interhyp AG will folgende Fragen beantworten: „Träumen die Menschen überhaupt noch vom Wohnen? Und wenn ja: Wie sehen diese Träume aus?“ Dazu haben wir zusammen mit dem Rheingold Institut ein zweistufiges Studiendesign entwickelt: Erster Schritt waren 20 zweistündige Videointerviews im Juni 2025. Im Juli 2025 haben wir 1.500 Online-Befragungen mit Personen aus ganz Deutschland gemacht und anschließend ausgewertet. Um Entwicklungen aufzuzeigen, wurden aktuelle Daten mit denen aus den vorherigen Wohntraumstudien 2018 bis 2024 verglichen. Die Interhyp macht die Wohntraumstudie bereits seit 2011.

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