Baufinanzierung für Frauen

Als Frau alleine ein Haus kaufen? Wir helfen Ihnen bei Ihrer Baufinanzierung und wie Sie mit der eigenen Immobilie vorsorgen und Vermögen aufbauen.

Auch 2025 gilt: Männer sind tendenziell reicher und besitzen mehr Vermögen und Immobilien als Frauen. Man spricht hier vom Gender Wealth Gap. Besonders im Alter geht die Schere auseinander. Laut dem Statistischen Bundesamt lag das geschlechtsspezifische Gefälle bei den Alterseinkünften, der Gender Pension Gap, zuletzt bei fast 25,6 Prozent. Der Wealth Equity Index (WEI) des Weltwirtschaftsforums zeigt: Wenn Frauen in Deutschland in Rente gehen, besitzen sie nur etwa drei Viertel des Vermögens der Männer. Jede fünfte Frau jenseits der 65 ist von Altersarmut bedroht.

Der Besitz einer Immobilie kann dazu beitragen, finanzielle Gleichstellung zu schaffen. Daher ermutigen wir Frauen, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen.

Was spricht für den Immobilienkauf?

Natürlich ist ein Immobilienkauf eine Herausforderung. Aber er birgt auch Chancen, insbesondere für Frauen, die sich trauen. Was aktuell (und generell) für den Kauf einer Immobilie spricht:

Viele Frauen unterschätzen ihre Möglichkeiten

Die Zurückhaltung von Frauen bei Kapitalanlagen ist keineswegs gerechtfertigt. Das belegen einige Studien, wie zum Beispiel von der ING aus dem Jahr 2021. Hier erzielten Privatanlegerinnen durchschnittlich 22,5 % Rendite und mehr als männliche Anleger mit 21 %. Es wird deutlich: Wenn sich Frauen mit dem Thema Geldanlage befassen, sind sie dabei häufig erfolgreich. In diesem Sinne lohnt es sich, auch eine Immobilie als Kapitalanlage für sich durchzurechnen und zu schauen, ob diese möglich wäre. Auch bei Immobilien kann man klein anfangen, zum Beispiel, indem man eine Ein-Zimmer-Wohnung als Kapitalanlage kauft.

RECHENBOX FEHLT

Beispiel: Frisch getrennt, weiblich, Hausbesitzerin.

Was möglich ist, wenn eine Frau ihren Traum durchzieht, zeigt die Geschichte von Tanja:

Als Frau alleine ein Haus kaufen? Wo sich Frauen beraten lassen können

Im Internet gibt es bereits ein Beratungsangebot, das sich speziell an Frauen richtet. Plattformen wie Madame Moneypenny oder finmarie bieten Frauen einen geschützten Raum, wo sie sich zu Thema Vermögensaufbau (https://www.interhyp.de/kapitalanlage-in-immobilien/vermoegensaufbau/) und finanzielle Unabhängigkeit austauschen können. Mittlerweile gibt es auch Communities wie den Happy Immo Club oder Project Treehouse, die sich ausschließlich mit dem Kauf von Immobilien zur Kapitalanlage befassen.

Interessentinnen erweitern hier ihr Finanzwissen und lernen Angebote zu prüfen und zu verhandeln. Es handelt sich um wichtige Grundlagen, denn Frauen trauen sich tendenziell weniger zu, fragen seltener nach Rabatten und bekommen folglich teurere Finanzprodukte als Männer angeboten.

Ist der Plan für eine Immobilie als Kapitalanlage gefasst, empfiehlt sich eine unabhängige Beratung bei Interhyp. Ob bereits ein konkretes Objekt gefunden ist, spielt erstmals keine Rolle, es genügt erst einmal der Wunsch nach einer Immobilie. Im ersten Schritt gilt es herauszufinden, wie viel man sich leisten kann und was man tun muss, falls der Kauf derzeit noch nicht möglich ist.

INFOBOX FEHLT: Ladies first: Wir sind für Sie da!

Mehr HAUSfrauen braucht das Land!

Warum Frauen sich trauen sollten eine Immobilie zu erwerben, erfahren Sie im Webinar.

Warum Frauen weniger besitzen als Männer

Frauen wenden mehr Zeit für Kindererziehung oder die Pflege von Angehörigen auf und sind dadurch oft in Teilzeitarbeit tätig. Als Folge nehmen sie häufiger Gehaltsabstriche hin als Männer und zahlen geringere Beiträge in die gesetzliche Rentenkasse ein. Zudem wählen Frauen oft schlechter bezahlte Berufe. Aufgrund nach wie vor verfestigter Rollenbilder werden viele Mädchen nicht Informatikerin, Ingenieurin oder Managerin – also gut bezahlte, männlich konnotierte Berufe –, sondern fassen eher in betreuenden und pflegenden Berufen Fuß. Auch bei Gehaltsverhandlungen sind Frauen zurückhaltender.

Verschärfend dazu kommt: Frauen verdienen nicht nur weniger Geld – sie machen auch weniger daraus. Das wird gerade beim Thema Immobilienkauf sichtbar.

Ist der Immobilienkauf Männersache?

Im Jahr 2024 haben bei Interhyp gerade einmal elf Prozent Frauen eine Immobilienfinanzierung abgeschlossen. Demgegenüber stehen 19 Prozent alleinfinanzierende Männer – deutlich mehr als Frauen. Mit 70 Prozent gehen die meisten Finanzierungen aufs Konto von Paaren.

Der geringe Frauenanteil ist schade, aber wenig überraschend, wenn man sich den Gender Pay Gap vor Augen führt. Wie aus unserer Wohntraumstudie hervorgeht, können Frauen aufgrund ihres niedrigeren Gehalts erst später kaufen (mit durchschnittlich 41 Jahren gegenüber 38,6 bei alleinfinanzierenden Männern). Sie müssen mehr Erspartes investieren, das dann an anderer Stelle fehlt.

Dazu kommt eine weitverbreitete Scheu, sich mit Fragen von Kapitalanlage, Renditen und erst recht von Zins und Tilgung zu beschäftigen. In unserer Gesellschaft bis heute nicht selbstverständlich, dass Frauen sich um Kapitalanlagen kümmern – es fehlen die Vorbilder.

Entsprechend wird es häufig dem Partner überlassen, den Immobilienkauf abzuwickeln. Gerade in Beziehungen birgt dies ein Risiko: Wenn der Mann den Großteil der Immobilie finanziert, steht er oft als alleiniger oder hauptverantwortlicher Besitzer im Grundbuch. Bei einer Trennung oder Scheidung muss die Frau dann im Normalfall ausziehen.

Umso wichtiger ist es für Frauen, hier nicht den Männern das Finanzierungsruder zu überlassen. Im Sinne von Gleichberechtigung und Unabhängigkeit sollten Frauen ihre Finanzen und Altersvorsorge schon früh selbst in die Hand nehmen und langfristig eigenes Vermögen aufbauen.

Eine Immobilie schafft finanzielle Unabhängigkeit

Die Kinder laufen voller Vorfreude ins Haus. Die Mutter kommt an der Haustüre nach. Natürlich ist ein Immobilienkauf eine Herausforderung. Aber er birgt auch Chancen, insbesondere für Frauen, die sich trauen. Was aktuell (und generell) für den Kauf einer Immobilie spricht:

  • Immobilien sind inflationsgeschützte Anlagen und ermöglichen entweder mietfreies Wohnen oder eine zusätzliche Einnahmequelle durch die Mieterträge. Das passive Einkommen schafft finanzielle Unabhängigkeit.
  • Hohe Mieten, ein stockender Neubau von Wohnungen und ein Bevölkerungsanstieg vor allem in städtischen Gebieten treiben den Wert der eigenen Immobilie weiter nach oben.
  • Im Gegensatz zu Aktien oder Anleihen handelt es sich bei Immobilien um greifbare Güter, über die man Kontrolle hat – denn durch gezielte Entscheidungen, zum Beispiel hinsichtlich der Lage, Infrastruktur oder Ausstattung, lässt sich der Wert und Erfolg der Investition selbst beeinflussen.
  • Die Bauzinsen befinden sich derzeit auf einem moderaten Niveau. Wer sich vorbereitet und fundiert beraten lässt, hat gute Chancen, den Traum von der eigenen Immobilie zu verwirklichen.

HAUSfrauen, traut euch!

Was es dafür braucht? Mut und die Bereitschaft, das Thema anzupacken. Frauen sollten ihre Altersvorsorge proaktiv angehen und sich nicht scheuen eine Immobilie zu erwerben, wenn dies für sie in Frage kommt. Folgende Punkte helfen dabei herauszufinden, ob eine Immobilie das Richtige ist:

  • Was passt zu meiner Lebensplanung?
  • Wo und wie will ich leben?
  • Was ist mir wichtig?
  • Wo stehe ich aktuell?
  • Wo werde ich in zehn bis 15 Jahren stehen?
  • Passt eine Immobilie in mein Lebenskonzept?

Mit diesem Gedankenspiel haben Frauen bereits viel erreicht. Sie bekommen dadurch ein Gefühl, was zu ihnen passt, was sie wollen und können konkret planen. Und wer zu dem Ergebnis kommt, dass eine Immobilie die richtige Entscheidung ist, sollte mit dem Rechnen beginnen. Mit Hilfe von Online-Tools wie unserem Budgetrechner oder Baufinanzierungsrechner bekommen sie ein erstes Gefühl, wie viel sie sich etwa leisten können, welchen Zinssatz sie bekommen und was es alles zu beachten gilt.